25.06.2018

von Stiftung Warentest B° RB

Jugend testet 2018

Stiftung Warentest. Wettbewerb "Jugend testet 2018": Beste Nachwuchstester in Berlin ausgezeichnet

1. Preis: Flüssigseifen

Glätteisen und Girokonten, Pinsel und Powerbanks, Metallbohrer und Müsliriegel, Fleckentferner und Fitness-Apps – beim Wettbewerb „Jugend testet 2018“ haben 2.083 junge Leute im Alter zwischen 12 und 19 Jahren Alltägliches und Ausgefallenes getestet. Die besten Arbeiten hat die Stiftung Warentest zusammen mit Verbraucherschutzministerin Dr. Katarina Barley am 22. Juni 2018 in Berlin prämiert.

Neugierig, kreativ und experimentierfreudig prüften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Produkte und Dienstleistungen: Sie konstruierten Maschinen, um den Abrieb von Socken unter vergleichbaren Bedingungen zu testen. Sie klebten systematisch Kaugummi unter ihre Schulschreibtische, um herauszufinden, welche Kaugummis sich am Ende des Schuljahres am leichtesten ablösen lassen. Und sie stellten fest, dass manche Einkaufs-Papiertüten, wenn sie mit 8 Kilogramm befüllt durch die Gegend getragen werden, bereits nach 8 Minuten reißen, andere hingegen erst nach 28 Minuten.

Insgesamt 12.000 Euro gab es in den beiden Wettbewerbskategorien Produkttests und Dienstleistungstests zu gewinnen. Der mit 2.500 Euro dotierte 1. Preis in der Kategorie Produkttests geht an eine 15-jährige Schülerin aus Göttingen für ihren Test von Flüssigseifen. Sie untersuchte nicht nur Hautverträglichkeit, Inhaltsstoffe und die Verpackung, sondern auch, wie gut die Seifen Bakterien, Tintenflecke oder Zwiebel- und Knoblauch-Geruch von den Händen entfernen können.

Für seinen Test von kabellosen Vertikalmäusen erhält ein 16-jähriger Schüler aus Künzelsau (Baden-Württemberg) den mit 2.000 Euro dotierten 2. Preis. Er wollte wissen, wie ergonomisch die vertikalen Mäuse sind, ob diese solide verarbeitet sind und welche Funktionalitäten sie bieten. Ebenfalls nach Baden-Württemberg geht der mit 1.500 Euro dotierte 3. Preis, den ein Team des Berufsschulzentrums Stockach für seinen Test von Wandfarben erhält. Neben Deckkraft und Trockenzeit der Farben prüften die Schüler unter anderem auch, wie gut sich Tinten-, Bleistift- oder Kaffeeflecken von der getrockneten Wandfarbe entfernen lassen und wie leicht sich das Werkzeug hinterher reinigen lässt.

In der Kategorie Dienstleistungstests geht der 1. Preis an drei 13-jährige Schüler aus Falkensee (Brandenburg) für ihren umfangreichen Test von Sandspielflächen. Sie prüften die Sandspielplätze nicht nur auf sichtbare Verunreinigungen, Pilz- und Bakterienbefall, sondern auch auf Sicherheit und Komfort. Außerdem wollten sie wissen, wie gut sich mit dem jeweiligen Sand Sandkuchen formen lassen. Ihr ernüchterndes Ergebnis: In vielen Sandkästen fanden sie Fäkalbakterien. Und dort, wo sie keine fanden – in einem über Nacht mit Folie abgedeckten Sandkasten – wiesen sie Pilze nach, da diese unter der nicht luftdurchlässigen Folie gut wachsen konnten.

Nach Wolfenbüttel in Niedersachsen geht der 2. Preis in dieser Kategorie. Ein Team der Leibniz-Realschule untersuchte Online-Fanshops für Anime und Manga auf Kundenfreundlichkeit, Warenangebot und Bestellprozess. Den 3. Preis erhalten fünf Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Marbach (Baden-Württemberg) für ihren Test von kostenlosen Vokabeltrainer-Apps. Sie wollten unter anderem wissen, wie vielfältig die von den Apps angebotenen Lernmethoden sind, wie leicht sich die Apps installieren und bedienen lassen und wie viele persönliche Daten für die Installation preisgegeben werden müssen.

Neben den sechs Hauptpreisen vergibt die Stiftung Warentest zahlreiche Anerkennungspreise und Urkunden. Die nächste Runde startet im September 2018. Mehr Informationen unter www.jugend-testet.de.

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