03.01.2019

von JD-B° RB

Mit Wissen gegen Parkinson

Patienten können von Online-Angeboten und Netzwerken profitieren

Durch die steigende Lebenserwartung wird eine deutliche Zunahme der Parkinsonfälle erwartet

Die Parkinson-Krankheit ist auf dem Vormarsch: In den nächsten 20 Jahren wird weltweit eine Verdoppelung der Fallzahlen erwartet. Das liegt vor allem an der steigenden Lebenserwartung, denn Parkinson ist eine Alterserkrankung: Das mittlere Alter bei der Diagnose beträgt 60 Jahre. Zurzeit gibt es in Deutschland etwa 220.000 Betroffene und jedes Jahr kommen 15.000 weitere Fälle hinzu. Aktuellen Schätzungen zufolge liegen die Zahlen sogar höher.

Nicht heilbar, aber gut behandelbar

Die Diagnose Parkinson stellt das Leben erst einmal auf den Kopf. Doch auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, kann sie heute gut behandelt werden. Hauptansprechpartner für Betroffene ist meistens ihr Neurologe. Zusätzlich können Selbsthilfegruppen dabei unterstützen, die Krankheit im Alltag besser zu meistern. Nützlich sind oft auch Hilfsmittel, wie Spezialbesteck, Schraubverschlussöffner oder Strumpfanzieher.

Tipps für das Leben mit Parkinson, Links zur Arzt- und Selbsthilfegruppensuche, Checklisten und Buchtipps gibt es unter www.abbvie-care.de/parkinson. Dort kann auch das Parkinson-Magazin "Parkour" kostenlos heruntergeladen werden, das es zudem als Online-Magazin gibt: www.abbvie-care.de/parkour. Gute Informationen sind für Patienten und ihre Angehörigen auch deshalb wichtig, weil die Versorgungssituation nicht immer optimal ist. Denn bei Parkinson müssen verschiedene Therapieformen ineinandergreifen, wie unter anderem Medikation, Logopädie, Physiotherapie und Hilfsmittelversorgung. Hier fehlt es oft an einer guten Vernetzung, sodass es trotz hoher Kompetenz der einzelnen Fachgruppen zu Versorgungslücken kommen kann. Wird zum Beispiel eine Physiotherapie verschrieben, ohne die nötigen Maßnahmen und Ziele genau zu kommunizieren, erhält der Patient unter Umständen eine Massage, die guttut, aber das eigentliche Problem nicht lindert. Um solche "Übertragungsfehler" zu minimieren und die Versorgung zu verbessern, werden regionale Kompetenz-Netzwerke aufgebaut, wie beispielsweise das Parkinsonnetz Münsterland+ (PNM+).

Individuelle Behandlung ermöglichen

Dafür haben sich Praktiker verschiedener Fachgruppen zusammengetan, etwa Therapeuten, Ärzte, Apotheker und Pharmaunternehmen. Bei regelmäßigen Treffen werden gemeinsame Standards festgelegt, die dann allen Experten des Netzwerks zugänglich gemacht werden. Ziel ist eine ganzheitliche und individuelle Behandlung der Patienten. PNM+ unterstützt außerdem die Bildung weiterer Netzwerke bundesweit und stellt dafür Informationen und Werkzeuge zur Verfügung.

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