01.08.2018

von JD-B° RB

Wenige schwarze Schafe

Osteuropäische Pflegekräfte: Studie mit überraschenden Ergebnissen

Die meisten Pflegekräfte aus dem EU-Ausland werden regulär nach dem europäischen Entsendegesetz beschäftigt

In Deutschland herrscht bekanntlich Pflegenotstand - tausende Stellen in dem Bereich bleiben unbesetzt. Pflegekräfte aus Osteuropa wären eine Lösung, doch Medienberichte über dubiose Geschäftemacher, Schwarzarbeit oder Sozialbetrug verunsichern Menschen, die Hilfe benötigen. 

Eine Studie der Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen Saarland, zu der knapp 1.000 osteuropäische Betreuungskräfte befragt wurden, brachte überraschende Erkenntnisse. Demnach gibt es nur wenige schwarze Schafe in der Branche. Eine renommierte Vermittlungsagentur wie etwa die Brinkmann Pflegevermittlung sorgt dafür, nicht in Fallen zu tappen und berät Angehörige auch im Hinblick auf Leistungen von Staat und Krankenkasse. 


Hier die Ergebnisse der Studie:


Arbeitszeiten: deutscher Durchschnitt

Die Pflegekräfte teilen sich ihre Arbeitszeiten in der Regel selbst ein. Diese dürfen acht Stunden am Tag und 48 Stunden pro Woche nicht oder nur in Ausnahmefällen überschreiten. Auf diese Arbeitszeiten kommen laut Studie 42,7 Prozent der Befragten, 38,4 Prozent arbeiten sogar nur zwischen vier und sechs Stunden täglich. Knapp jeder Fünfte liegt bei neun bis zehn Stunden.

Bezahlung: nach Tarif

Eine ungelernte Betreuungskraft mit sehr geringen Deutschkenntnissen erhält den Mindestlohn von 8,84 Euro, was einem Bruttomonatslohn von etwa 1.600 Euro entspricht. Hinzu kommen freie Kost und Logis im Haushalt der betreuten Person. Der Nettoverdienst der Betreuungskräfte ist somit vergleichbar mit dem eines Arbeitnehmers, der ein Nettogehalt von 2.000 Euro bezieht.


Bildungsstand: häufig Abitur

59,3 Prozent der Betreuungskräfte geben das Abitur als höchsten Abschluss an, 18,6 Prozent sogar einen akademischen Abschluss. Weitere 19,4 Prozent haben eine Berufsschule besucht, knapp die Hälfte verfügt über eine Aus- oder Weiterbildung im pflegerischen Bereich.

Deutschkenntnisse: alltagstauglich bis gut

Nach ihren Deutschkenntnissen befragt, schätzt sich über die Hälfte der Betreuungskräfte auf einer Skala von 1 bis 10 im Mittelfeld ein. Nur jeder Zehnte ordnet seine Sprachkenntnisse als schlecht ein.

Arbeitnehmerstatus: kaum Schwarzarbeit

Pflegekräfte aus dem EU-Ausland werden nach dem europäischen Entsendegesetz beschäftigt, das eine ganze Reihe von Vorschriften zur Entlohnung, zu Sozialbeiträgen und zur Absicherung macht. Die Nichtbeachtung dieser Regelungen führt zu empfindlichen Strafen. Schwarz beschäftigt werden laut Studie nur 11,9 Prozent der Befragten. Der Rest geht einer legalen Beschäftigung nach und führt regulär Steuern und Sozialbeiträge ab. Informationen zum Thema gibt es unter www.brinkmann-pflegevermittlung.de.

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