07.05.2018

von DRK B° RB

Jahrespressekonferenz

Zahl der ehrenamtlichen Helfer beim DRK deutlich gestiegen

Rotes Kreuz

Das Deutsche Rote Kreuz verzeichnet einen deutlichen Zuwachs bei der Zahl ehrenamtlicher Helfer. Das geht aus dem Jahrbuch 2017 hervor, das DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt am 7. Mai in Berlin vorstellte. Danach ist die Zahl der ehrenamtlichen DRK-Helfer im vergangenen Jahr um rund 11.000 auf insgesamt 425.800 aktive Mitglieder gestiegen. „Das ist der höchste Stand seit mehr als 15 Jahren. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist in der Bevölkerung sehr groß“, sagte Hasselfeldt bei der Jahrespressekonferenz des DRK am Vortag des Weltrotkreuztages.

Diese erfreuliche Entwicklung beim Ehrenamt lässt sich nach Angaben der DRK-Präsidentin zumindest teilweise auf die Flüchtlingskrise zurückführen. Viele Menschen, die sich in den Jahren 2015/2016 spontan beim Deutschen Roten Kreuz gemeldet haben, um vorübergehend Flüchtlinge in den zahlreichen Notunterkünften zu unterstützen, seien inzwischen als feste ehrenamtliche Helfer für das DRK unterwegs. Sie würden sich jetzt zum Beispiel im Betreuungsdienst, in der Nachbarschaftshilfe, der Sozialarbeit oder in einem Hospiz engagieren. 

Hasselfeldt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es für das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst beim DRK insgesamt viel mehr Bewerber als Stellen gebe. „Bei uns übersteigt die Nachfrage von Bewerbern unsere Angebote um mehr als das Doppelte. Deshalb appellieren wir an die Bundesregierung, mehr Stellen für beide Programme zu schaffen und die notwendige Bundesförderung zu erhöhen“, sagte Hasselfeldt.

Deutschland muss sich nach Ansicht des DRK außerdem besser auf Katastrophen und unerwartete Ereignisse einstellen. Das Deutsche Rote Kreuz schlägt deshaIb gemeinsam mit den anderen anerkannten Hilfsorganisationen ein Konzept zum nationalen Krisenmanagement vor. So sollen zehn Materiallager in Deutschland etwa mit Betten, Zelten und medizinischen Produkten ausgestattet werden. Die Hilfsorganisationen wollen die Lager betreuen und dafür sorgen, dass das Material ständig in einwandfreiem Zustand und abrufbar ist. 

Das Material soll jeweils für 5.000 Menschen ausreichen, insgesamt also für 50.000. Die Gesamtkosten belaufen sich auf anfänglich 109 Millionen Euro.

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