Stadtkirche in Ziegenrück

Die Stadtkirche, die sich mit dem Westgiebel zum Markt wendet, ist eine dreischiffige, flachgedeckte, zweijochige Stufenhalle, der ein kreuzgratgewölbtes Querschiff vorgelagert ist, an das sich das gleichfalls kreuzgratgewölbte Chorquadrat anschließt.

Vor diesem Chorquadrat erhebt sich der Turm, der mit einem niedrigen Zeltdach bekrönt ist. Der Zugang zum Langhaus liegt an der Südseite. Die Fenster sind spitzbogig gebildet. Die Hanglage der Kirche erforderte bedeutende Umbauten.

An einem Stein am Turm soll einst die Jahreszahl 1222 gestanden haben. Die Kirche brannte im Jahre 1656 aus, der Gesamteindruck ist durch den Wiederaufbau von 1660 bis 1668 verunklärt worden, indem der Altar in die Vierung gestellt, das Chorquadrat zur Sakristei bestimmt und darüber die Orgel aufgestellt wurde.

Die heutige Ausmalung der Kirche stammt von Professor Jöher aus Dortmund von 1923. Aus der Zeit vor dem Stadtbrand hat sich noch die Kuppa des Alabaster-Taufsteins erhalten, die in vier Kartuschen Reliefs biblischer Szenen zeigt. Sie wurde 1613 von Christoph Franck aus Rosau gefertigt. Der Fuß ist 1893 ergänzt worden.

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