Burruine "Hoher Schwarm"

Das einstige Wahrzeichen von Saalfeld ragt weit über die Ufer der Saale hinweg.

Bis heute ist noch nicht eindeutig die Entstehungszeit der Burg geklärt. So gibt es verschiedene Theorien. Kaiser Karl der Große soll sie im 9. Jahrhundert als Schutz gegen die slawischen Stämme erbaut haben.

Eine andere Vermutung ist, daß sie zur Zeit des ottonischen Königshofes im 10. Jahrhundert errichtet wurde. Andere meinen, sie sei im 12. Jahrhundert als Reichspfalz entstanden sein.

1208 ging das Reichsgut und die Stadt Saalfeld an die Grafen von Schwarzburg. In der Zeit hatten diese ihren Sitz auf der Blankenburg. Im Jahr 1346 werden sie erstmals mit dem Hohen Schwarm in Verbindung gebracht. Vier Jahre später wird ein Burgmann Günther von Rodischwitz erwähnt.

Die Burg hatte stets die Funktion eines Machtstützpunktes zur Kontrolle über die Stadt und war niemals Sitz eines Landesherren.

1389 ging die Burg durch Besitzergreifung an die Markgrafen von Meißen. Der Kurfürst von Sachsen übertrug sie später an Angehörige des niederen Adels. 1552 geht sie in den Besitz der Stadt Saalfeld über und befindet sich in sehr baufälligem Zustand. Damit war ihr Schicksal besiegelt. Teile des Hohen Schwarmes wurden abgebaut und für den Bau der Saalebrücke verwendet.

1809 wurde das Burggut aufgelöst und die Ruine verkauft.

Der kastellartige Bau besaß fünf Stockwerke und war mit schlanken Ecktürmen versehen, welche Verteidigungscharakter hatten. Der Name Hoher Schwarm stammt nachweislich aus dem Jahr 1593.

Die Ruine wurde 1996 restauriert und 1999 saniert. Seit dem ist sie für die Öffentlichkeit wieder zugänglich.

Schlösschen Kitzerstein

Kitzerstein entstand auf Grundlage zweier Siedelhöfe. Zum einen wird 1442 der Hof des Ritters Otto von Entzenberg erwähnt. Zum anderen gibt es eine erstmalige Nennung des Hofes der Herren von Thüna aus dem Jahr 1465.

Bei einem verheerenden Stadtbrand 1517 wurden beide Höfe vernichtet. Ritter Georg von Holbach kauft sie auf und ließ Schlößchen Kitzerstein darauf erbauen. Es ist ein reich gegliedertes Bauwerk mit einem Ost- und Südflügel unmittelbar am Saaleufer.

Im Laufe der Jahrhunderte hatte das Schlößchen viele Besitzer, bis es Herzog von Sachsen-Saalfeld schließlich in Besitz nahm.

Nach 1948 wurde es der Bevölkerung zugänglich gemacht, nachdem der letzte Eigentümer enteignet wurde. Als Kulturhaus und Sekretariat diente es der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische-Freundschaft“. 1955 zog die Musikschule Saalfeld in Kitzerstein ein.

1984 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten am Dach und and er Giebelzone. Auch die Sandsteingewände und die Fenster wurden erneuert. Der neue Anstrich wurde auf die Renaissancearchitektur abgestimmt.

Residenzschloss in Saalfeld

barockes Redidenzschloss in Saalfeld

Im Jahr 899 wird ein Königshof mit dem Namen „Saluelda“ erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem das Erzbistum Köln den Hof in Besitz nahm, gründete man 1056 ein Benediktinerkloster.

Nach dessen Auflösung diente das es als Sitz des fürstlichen Amtsverwalters. 1525 wurde es von Bauern und Bergleuten gestürmt.

Das Residenzschloss wurde ursprünglich als Gasthof erbaut. Durch eine Erbteilung der sächsischen Länder kam Herzog Albrecht von Sachsen-Gotha in Besitz des Saalfelder Landes. 1674 wurde Saalfeld zu seiner Residenz und der nutzte die Anlage als Stadtschloss. Alle Klostergebäude wurden abgebrochen. Am 26. März 1677 legte man den Grundstein für den Bau der Residenz.

Der Architekt J. W. Gundermann aus Altenburg war der Bauleiter. Bis 1679 errichtete er den Mitteltrakt des Schlosses, dessen Treppenhaus den zentralen Punkt im Barockbau bildet. Der Treppenlauf wird von freiplastischen Stuckskulpturen gestützt.

Ende des 17: Jahrhunderts wurde der Schlossbau unter Herzog Johann Ernst von Sachsen-Saalfeld fortgeführt. Die Bauleitung erfolgte durch den Oberlandbaumeister Christian Richter aus Weimar. So entstand bis 1704 der Nord- und bis 1720 der Südflügel. Von 1725 – 1726 befaßte man sich mit der Innenausstattung. 1726 setzte man den Dachreiter auf und schloss damit den Bau ab.

Zeugnisse hohen künstlerischen Schaffens einheimischer und italienischer Künstler findet man im Treppenhaus und in der Schloßkapelle. Das Gebäude ist eine Dreiflügelanlage und die Barockkapelle ist reich ausgestatteten. In der heutigen Schloßkapelle stellen anerkannte Ensembles und Solitsten ihr Programm vor. Sie bereichern unter anderem die kulturelle Szene der Stadt.

Der Schlossgarten erhielt eine Orangerie, ein Marstallgebäude und einen Musikpavillon. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Gestaltung des Gartens beendet.

Nach 1735 wurde das Saalfelder Schloss Verwaltungszentrum der Stadt. Bis 1846 wurde es auch als Münzstätte genutzt. Heute hat das Landratsamt seinen Sitz in der alten Residenz.

Öffnungszeiten Schlosskapelle
Montag - Mittwoch 7:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 7:00 - 18:00 Uhr
Freitag 7:00 - 16:00 Uhr

Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt
Schlossstraße 24
07318 Saalfeld
Telefon: 03671 458731

Saalfeld-Information
Markt 6
07318 Saalfeld
Telefon: 03671 33950
Fax: 03671 522183

 

 

Schlösschen Obernitz in Saalfeld

1152 wurde „Obernic“ als kleine Turmhügelburg erstmals urkundlich genannt. Sie war ein Schutzwehr für den Königshof, wo Apel von Obernitz aus dem Geschlecht derer von Brandenstein seinen Sitz hatte.

1258 besaß Enricus von Obernitz den feudalen Siedlungshof. Friedrich von Obernitz erwähnte 1295 eine mittelalterliche Burg. Graf Otto von Orlamünde berichtet 1454 von den Gütern zu Obernitz. Mit dem Tod Heinrichs von Obernitz im Jahr 1709 erlischt diese Linie.

Nach einem Brand im Jahr 1534 wurde das heutige Schloss auf den alten Kellergewölben errichtet. Bauherr war Friedrich von Thun. Er ließ es im Renaissancestil neu erbauen.

1599 ging Obernitz in den Besitz an das Geschlecht der Vippach. Am 14. November 1786 verschied Major Johann Christoph Friedrich von Vippach, welcher Schloss und Rittergut besaß. Als Mitlehensherren stellten nun die Schwarzburg-Rudolstädter Ansprüche.

Herzog Ernst Friedrich zu Coburg verkaufte 1790 das Gut an Knaust. Dieser ließ es 1801 zum größten Teil zerschlagen und verkaufte es an die Bauern der umliegenden Orte.

1852 gingen Schloss und Gut an Karl Wilhelm Franke. 1882 kaufte es der hessische Freiherr Ernst von Motz.

Nachdem Schloss und Gut 1890 in den Besitz des Freiherren Henning Robert von Heyden war, überließ es 1921 dessen Witwe dem Alexander Richard von Massow. Dessen Gemahlin verkaufte es 1941 an den Besitzer der Schokoladenfabrik „Mauxion“, Herrn Dr. Hüther.

Nach dem der Krieg beendet war, wohnten Umsiedler im Schloss. 1947 ging das Schloss in Volkseigentum über nachdem der Grundbesitz enteignet wurde.

Heute befindet sich das Schloss wieder in Privarbesitz und ist zum Teil bewohnt.Es steht unter Denkmalschutz.

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