Die historische Innenstadt

Auf dem historschen Rundwanderweg gelangen Sie zu den ältesten und imposantesten Baudenkmalen der Stadt.

Das Saalfelder Rathaus

Das Rathaus wurde in der Zeit von 1529 bis 1537 erbaut. Der damaligen Bürgermeister Jakob Kelz eranlasste es. Dieses Gebäude ist ein frühes Beispiel für die thüringisch-sächsiche Renaissancebaukunst.

Trotz einiger Umbauten im Inneren, ist Vieles im Original erhalten geblieben. Am Portal des Treppenaufgangs kann sich der Besucher das damalige geltende Maß für den Tuchhandel ansehen: die Saalfelder Elle. Das Stadtwappen von 1530 mit den Saalefischen ist dort ebenfalls zu sehen.

Auch heute wird es noch als Rathaus genutzt. Direkt am Markt gelegen ist es leicht zu finden.

Die vier Stadttore

von den sechs Stadttoren sind noch vier erhalten

Darrtor oder Markttor: Das Darrtor wurde im 14. Jahrhundert erbaut und ist der älteste Torturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

Oberes Tor: Es wird auch Oberköditzer Tor genannt. Der mittelalterlicher Torturm ist im Verlauf der alten Nürnberg-Leipziger Handelsstraße errichtet worden. 1738 wurde er schließlich mit einer barocken Turmhaube versehen.

Blankenburger Tor: Wie auch das Obere Tor wurde es als mittelalterlicher Torturm im Verlauf der alten Nürnberg-Leipziger Handelsstraße errichtet. 1726 ist es mit einer barocker Turmhaube versehen worden.

Saaltor: wird auch Engelstor genannt. Im 15. Jahrhundert erbaut, können wir es noch heute an der Saalebrücke bestaunen. Der Torturm besitzt spätmittelalterlichen Staffelgiebeln. Wer ganz genau hinschaut, sieht in dem Torbogen einen Engel.

Das Franziskanerkloster

Um 1250 wurde das Franziskanerkloster in Saalfeld durch die Grafen von Schwarzburg gegründet. Zwei historische Bauten sind aus der Entstehungszeit erhalten geblieben: die Klosterkirche St. Andreas und der als gotische Spitztonne ausgebildete Dachstuhl (1293 – 1314).

Im Zeitraum zwischen 1480 und 1515 entstanden der Ost- und Westflügel mit den Kreuzgängen sowie die Allerheiligenkapelle. 1521 versah man den Giebel der Ostfassade mit Blendarkaden.

Nach der Reformation nutzte man das Kloster als Schule und Münzstätte. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Kirche veranlaßte Herzog Johann Ernst von Sachsen-Saalfeld um 1725, welche allerdings unvollendet blieben. Während der Arbeiten wurde unter dem Dachstuhl eine Stuckdecke eingezogen und mit einem großen Gemälde geschmückt.

Schließlich ließ die Stadt Saalfeld im 19. Jahrhundert eine Malzdarre in der Kirche einrichten. Bei dem Umbau riß man den südlichen Kreuzgang ab und somit erhielt die Kirche zwei hölzerne Böden, welche erst 1940/41 wieder entfernt wurden.

In Ostthüringen ist es die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage.

Heute dient das Kloster als Festsaal für Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art.

Informationen über:
Stadtmuseum Saalfeld
Münzplatz 5
07318 Saalfeld
Telefon: 03671 598-471
Fax: 03671 598-470

Marktapotheke

Die Hof- oder Marktapotheke ist ein romanisches Turmhaus und wurde um 1180 erbaut und ist somit der älteste Profanbau in Saalfeld. Es diente ursprünglich dem kaiserlichen Stadtschultheißen Johann Jakob als Sitz.

Etwa drei Jahrhunderte später wurde es von der Stadt erworben und als Kaufhaus genutzt. Seit 1681 hat die Marktapotheke ihren "Platz" in dem Turmhaus.

Schlösschen Kitzerstein

Kitzerstein entstand auf Grundlage zweier Siedelhöfe. Zum einen wird 1442 der Hof des Ritters Otto von Entzenberg erwähnt. Zum anderen gibt es eine erstmalige Nennung des Hofes der Herren von Thüna aus dem Jahr 1465.

Bei einem verheerenden Stadtbrand 1517 wurden beide Höfe vernichtet. Ritter Georg von Holbach kauft sie auf und ließ Schlößchen Kitzerstein darauf erbauen. Es ist ein reich gegliedertes Bauwerk mit einem Ost- und Südflügel unmittelbar am Saaleufer.

Im Laufe der Jahrhunderte hatte das Schlößchen viele Besitzer, bis es Herzog von Sachsen-Saalfeld schließlich in Besitz nahm.

Nach 1948 wurde es der Bevölkerung zugänglich gemacht, nachdem der letzte Eigentümer enteignet wurde. Als Kulturhaus und Sekretariat diente es der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische-Freundschaft“. 1955 zog die Musikschule Saalfeld in Kitzerstein ein.

1984 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten am Dach und and er Giebelzone. Auch die Sandsteingewände und die Fenster wurden erneuert. Der neue Anstrich wurde auf die Renaissancearchitektur abgestimmt.

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