Schloss Ebersdorf

Unweit der Stadt Bad Lobenstein im Thüringer Schiefergebirge liegt der Ort Ebersdorf mit seinem Schloss.

Das Schloss in Ebersdorf wurde von 1690 – 1693 im Barockstil unter der Regierung des Grafen Heinrich X. erbaut. Es entstand an Stelle einer Wasserburg. Als Residenz befand es sich im Besitz der Zweiglinie Reuss-Lobenstein. 1788 genügte es den Ansprüchen der Reussen-Familie nicht mehr. Sie ließen es von C. F. Schuricht umgebaut.
Eine reich verzierte Stuckdecke schmückt den Festsaal des Schlosses. Der Schlosspark wurde im 18. Jahrhundert als Barockgarten angelegt. In ihm befinden sich eine Orangerie und die Grabstätte der Reussen-Familie. Ernst Barlach schuf sie 1931.
Interessant zu wissen ist, dass auch einige berühmte Personen der Geschichte in diesem Schloss verweilten. Am 9. und 10. Oktober 1806 ließ sich Napoleon mit 32 Generälen und Stabsoffizieren nieder. 1843 war die skandalumwitterte spanische Tänzerin Lola Montez Gast im Schloss.
Das Schloss in Ebersdorf ist das einzige repräsentative und in seinen Gebäudeteilen noch unversehrte Anlage der ehemaligen Schlösser von Reuss jüngerer Linie.
Bis 1945 war das Schloss mit seiner wertvollen Innenausstattung ein Anziehungspunkt für viele Touristen. Nach einem Gesetz von 1948 geht das Schloss in das Eigentum des Volkes über und wurde bis 1999 als Alten- und Pflegeheim genutzt. Seit Juli 2000 ist auch dies aufgegeben worden. Gegenwärtig steht das Schloss zur Verfügung.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Landschaftspark, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde.

 

Schlosspark in Ebersdorf

Landschaftspark im englischen Stil aus dem 18. Jahrhundert mit einem Grabmal nach Entwürfen von Ernst Barlach.

Teilen: