Tanz und Folkfest in Rudolstadt

Ein Besuchermagnet besonderer Art ist das Tanz- und Folkfest. Es findet jedes Jahr am ersten Wochenende im Monat Juli statt.

Mit Zunftstraße und vielen Mitmachgruppen wurde es in den vergangenen Jahren zu Europas wichtigstem Treff für Tanz, Folk und Weltmusik und vereint Menschen aus allen Kontinenten zu einer musikalischen Familie.

Jedes Jahr treffen sich hier hunderte Künstler und tausende Besucher. Das Fest hat auch jedes Jahr ein anderes Hauptthema zu bieten.

Aus der Geschichte

Im Jahr 1955 wurde das erste „Fest des deutschen Volkstanzes“ gefeiert. Rund 160 Gruppen aus ganz Deutschland tanzten damals um den Markt und auf dem Sportplatz.

Doch aufgrund der politischen Entwicklung wurde das Tanzfest zu einer DDR-internen Veranstaltung. 1963 wurde das 1. „Fest des Liedes und des Tanzes“ auf Kreisebende, 2 Jahre später als das 1. „Tanz- und Musikfest des Bezirkes Gera“ gefeiert. 1969 wurde dieses Bezirksfest zum „Tanzfest der DDR" und erhielt dadurch ein noch größeres Ansehen.

In der ehemaligen DDR gab es Zeiten, in denen das Fest alle 2 Jahre gefeiert wurde. Insgesamt wurden zwischen 1955 und 1989 25 Tanzfeste in Rudolstadt veranstaltet. Davon waren 17 offizielle Tanzfeste der DDR.

Je nach Thema hatte das Tanzfest Beinamen bekommen: „Internationale Leistungsschau der Amateur-Bühnentanzschaffenden", „Folklorefest der Lebensfreude" oder Fest der sozialistischen Völkerfamilie“.

Zu Beginn spielten neben Tanzensembles auch Blasmusik. Fanfarenzüge und Volkschöre spielten auch eine große Rolle. Später wurden den Kindertanzgruppen größere Aufmerksamkeit gewidmet. Ende der 60er Jahre versuchte man sich im geselligen Tanz mit Combos und es kamen die Singeklubs der FDJ hinzu. Ein großer Höhepunkt stellte der Besuch von Meister Nadelöhr und Pittiplatzsch im Jahr 1968 dar. Weitere sehenswerte Darbietungen waren das Konzert von Dean Reed (1974), die Gala-Vorstellung der Ballett-Profis, die Zunftstraße (thüringer Handwerker), die Tanzfest-Hochzeit und die gewaltigen Festumzüge.

1984 startete die „Rudolstädter Folklore-Tour“. Einige Rudolstädter Kulturmacher gingen mit dem Tanzfest auf die Reise. Auf zwei Pferdewagen reisten zehn Folkloristen aus verschiedenen Bands eine Woche lang mit Freunden des Tanezs, zwei Zauberkünstlern, einigen Kunsthandwerkern und "verantwortlichen Mitarbeitern" durch den idyllischen Landkreis, zelteten, lagerfeuerten und spielten abends im jeweiligen Dorfgasthof zum Tanz auf.

Mit der Wende wurde das Konzept des Festes runderneuert. Das Gute vom Alte sollte bewahrt werden, aber auch gleichzeitig wollte man Neues Aufregendes hinzufügen. Seit 1991 feiert man in Rudolstadt das Tanz & Folkfest. Das Fest hat es sich zur Aufgabe gemacht, die große Breite darzustellen, die diese Musikrichtung zu bieten hat:

  • Bühnen- und Mitmachtanz
  • Folk und Weltmusik
  • Konzerte und Workshops
  • Lautes und Leises
  • ein fröhlicher Spielplatz für die (Musik-)Kulturen der Welt

Weitere Informationen wie Preise, Künstler, Kartenbestellungen und vieles mehr erfahren Sie auf der Internet-Seite des Tanz & Folkfestes.

 

Altstadtfest in Rudolstadt

Ein Fest, das einmal im Jahr in den Straßen und Gassen der Stadt  um den Marktplatz stattfindet und in dessen Rahmen eine traditionelle Thüringer Hochzeit gefeiert wird. Ein festlicher Hochzeitszug bewegt sich durch die Stadt zum Marktplatz. Neben den altertümlichen Bräuchen gibt es auch eine standesamtliche Trauung, die im Rathaus nach den gesetzlichen Vorgaben durchgeführt wird. Der Rathaussaal wird zur Tradition passend geschmückt.

Vogelschießen in Rudolstadt

 

Das Vogelschießen findet immer in der letzten vollen Woche (Freitag - Sonntag) im August auf der Bleichwiese in Rudolstadt statt. Parkplatze (gebührenpflichtig und kostenfrei) sind um den Platz herum verteilt.

Das erste Rudolstädter Vogelschießen fand am 28. August 1722 statt. Das Schießen mit der Armbrust auf den hölzernen Vogel war damals wie heute das eigentliche Anliegen dieses großen Festes. Daneben gab es Theaterauftritte, Spiele, Märkte und das Feuerwerk, und erst viel später kamen die Schausteller mit ihren bunten Karussellen dazu.

 Ab 1792 wurde das Vogelschießen mit der Theatersaison verbunden, wodurch es eine kulturelle Aufwertung bekam. Zwei Jahre später besorgte Goethes Weimarer Ensemble die Bespielung des Rudolstädter Theaters. Ein Mitglied des Ensembles schrieb über das Vogelschießen: "Drollig war es anzusehen, wenn die fürstlichen Herren, Goethe war unter ihnen, sich um eine Bratwurstbude stellten und dann, jeder mit einer Bratwurst bewaffnet, unter dem Publikum einherwandelten."
Dem magischen Duft der berühmten Bratwürste konnte auch Richard Wagner während seines Rudolstädter Aufent  haltes nicht widerstehen.
Er besuchte das Vogelschießen, um "im Bratwurstduft umher zu schwärmen."

Gegessen und getrunken hat man also schon immer gern auf dem bunten Festplatz.

1842 wurde eine Menagerie mit Leoparden, einem Bären, einer Hyäne und Löwen gezeigt.
Ein Jahr später sorgten ein Ägyptisches Zaubertheater und ein Wachsfigurenkabinett für Aufsehen. 1845 wurde dem staunenden Publikum die vermeintliche Enthauptung einer lebenden Person vorgeführt.
1882, zum einhundertjährigen Jubiläum, wurde zum Schützenfest erstmals ein Jahrmarkt durchgeführt. Nun kamen auch Schausteller mit ihren Attraktionen nach Rudolstadt, Händler boten ihre Waren an, und fahrende Handwerker zeigten ihre Künste.
Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde das Vogelschießen noch einmal im größeren Rahmen gefeiert.

1946 nahm das Volksfest nach den Wirren des Krieges wieder Gestalt an.
In der 1949 gegründeten DDR konnte sich das Vogelschießen zu einem der beliebtesten Volksfeste entwickeln.
Die Stadt Rudolstadt präsentiert jährlich eine Mischung aus nostalgischen und modernen Schaustellergeschäften und Attraktionen der Extraklasse.

Der ursprüngliche Austragungsort des Vogelschießens war der Rudolstädter Anger. Als der Platz 1953 nicht mehr ausreichte, verlagerte man das Vogelschießen auf die Bleichwiese. Jetzt ist das Vogelschießen das größte Volksfest in ganz Thüringen. Die alten Traditionen werden fortgeführt. Schausteller aus ganz Deutschland kommen jedes Jahr mit neuen attraktiven Fahrgeschäften nach Rudolstadt..

Jedes Jahr strömen mehrere hunderttausende Besucher in die Klassikerstadt, um den Rummel zu besuchen.

Das Programm wechselt jährlich, wobei das von der Schützengesellschaft Rudolstadt 1513 ausgerichtete traditionelle "Armbrustschießen auf den hölzernen Vogel" weiterhin als zentraler Mittelpunkt des Festes gilt. Dabei gilt es mit historischen Armbrüsten zu schießen. Zuerst werden die Federn, Augen, Zepter und Krone des Vogels abgeschossen, die Punkte gezählt und im Finale stehen sich dann nur noch die besten und zumeist auch glücklichsten Schützen gegenüber. Als Vogelkönig wird am Ende gekürt, wer das Herz abschießt.

Geheimtip: Eine Fahrt mit dem Riesenrad und dabei den herrlichen Blick auf Rudolstadt sollten Sie unbedingt genießen.

Rudolstädter Vogelschießen, das sind zehn Tage voller Hightech, Live-Musik und aktueller Charts, ausgewählten Köstlichkeiten aus aller Herren Länder, gutes Bier und natürlich Fahrspaß und Tradition.

Inzwischen ist das Rudolstädter Vogelschießen nicht nur das größte Volksfest in Thüringen, sondern der angesagteste Rummel in den Neuen Bundesländern.

saalgärten mit Kino "Uferpalast"

Die saalgärten in Rudolstadt sind ein soziokulturelles Zentrum mit „Kino im Uferpalast“, das in Rudolstadt und Umgebung die erste Adresse für Programmkino ist. Daneben finden hier Musikveranstaltungen, Theater, Workshops und Partys statt.

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