Wanderung Liebschütz - Krumme Kiefer - Backofen – Liebschütz

 Streckenlänge ca. 9 km

Wir verlassen Liebschütz auf der Landstraße nach Ziegenrück. Schon 200 Meter hinter dem Ortsausgang biegen wir vor einem Teich (Teichrosen) auf einen Wirtschaftsweg ab, der uns entlang des Kirchberg-Hügels zum Waldrand bringt. Nun wenden wir uns nach links, wandern am Waldessaum entlang und kommen nach 10 Minuten zu einem Aussichtspunkt, an dem eine Bank zum Verweilen einlädt.

Von hier haben wir einen herrlichen Blick in das tief eingeschnittene Saaletal und über die östliche Hochfläche vom nahegelegenen Eßbach und Crispendorf (rechts) bis zu den Höhen bei Quaschwitz (Schornstein links am Horizont). Wir bekommen einen guten Eindruck von der schürfenden Kraft der Saale, die mehr als 150 Meter unter uns in ihrem natürlichen Bett fließt. Bis zum späten Tertiär (vor wenigen Millionen Jahren) strömte die Ursaale träge in großen Schlingen über eine kaum geneigte Ebene. Als sich mit der Eiszeit die Scholle des Schiefergebirges emporhob und neigte, schnitt sich der Fluß immer tiefer in den Felsen. Das geschah nicht gleichmäßig, und so bildeten sich Terrassen, die am gegenüberliegenden Gleithang, aber auch rechts am diesseitigen Saaleufer erkennbar sind. Nach der Rast gehen wir unseren Wanderweg weiter, der jetzt, dem Waldrand folgend, nach links abbiegt. Nach 300 Metern stoßen wir auf den alten Fuhrmannsweg „Nürnberger Straße“, der als tief ausgefahrener Hohlweg rechts in den Wald führt.

Bevor wir diesem folgen, empfiehlt sich ein Abstecher nach links zur 100 Meter entfernten “Krummen Kiefer“. Eine Tafel informiert uns, daß hier bis 1932 ein uralter Baum stand, der das Flurstück „Nürnberger Gericht“ markierte. Wir kehren zur Abzweigung zurück und wandern durch den Hohlweg bergab bis zur Landstraße und auf dieser noch etwa 100 Meter weiter. Hier zweigt nach rechts unser Wanderweg zum Flurstück „Backofen“ ab. Zuvor sollten wir aber beiderseits der Straße ins Tal sehen. Die Saale umfließt hier in einer 6 Kilometer langen Schleife die Hemmkoppe und nähert sich dann an dieser Stelle wieder bis auf 200 Meter. Wir wandern nun auf halber Höhe des Saalehangs flußaufwärts. Immer wieder bieten sich schöne Ausblicke ins Saaletal. Der Hang wird flacher, wir laufen in Höhe einer Hochterrasse, wo vor 4 Millionen Jahren die Saale floß. Nach 15 bis 20 Minuten kommen wir an eine Kreuzung, der rechte Weg bringt uns wieder steil bergauf zum Wirtschaftsweg am Kirchberg. Dort empfiehlt es sich, linkerhand über die Höhe nach Liebschütz zurückzuwandern. Wir werden mit einem weiten Blick über das Land belohnt.

 

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