Burg in Orlamünde

Burg Orlamünde
Orlamünde

1115 wurde die Burg bei Orlamünde erstmals urkundlich genannt. Wahrscheinlich errichtete man sie um 1000 als Grenzburg. Es wird angenommen, daß die Burg Bestandteil einer Befestigungskette war, die sich zwischen Merseburg und Saalfeld erstreckte. Sie wurde auch als das „Haus“ bezeichnet. Die Burg liegt auf einem Bergplateau hoch über der Saale. Hier wurde später auch eine Siedlung angelegt.

Von 1040 bis 1344 war die Burg Stammsitz der Grafen von Orlamünde. Im 16. Jahrhundert wurden die Wettiner die neuen Eigentümer.

Über eine Zugbrücke gelangte man auf die andere Seite der Mauer. Der Durchgang war durch eine turmartige Befestigung geschützt. Das Wasser im Burggraben nutzt man gleichzeitig als Löschwasser im Falle eines Brandes. Ein tief gegrabener Brunnen versorgte die Menschen auf der Burg mit dem nötigen Trinkwasser.

Das vornehme und begüterte Grafengeschlecht der Orlamünder hatte hier etwa 100 Jahre seinen Sitz.

Als Rest der Burganlage ist ein mächtiger Wohn- und Wehrturm, welcher auch als Kemenate bezeichnet wird, erhalten geblieben. Er stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist weit in das Land hinein sichtbar. Die gewaltigen Mauerreste trotzten allen zerstörerischen Einflüssen.

Die Burg ist mit der Legende der „Weißen Frau“ verknüpft, der des Nachts umhergehenden Gräfin Kunigunde von Orlamünde, die den Hohenzollern Unglück voraussagte.

Die Begräbnisstätte der Familie ist im angrenzenden „Himmelsgarten“ zu finden.

In den 70er Jahren ergriffen die Jugendlichen von Orlamünde die Initiative und begannen mit der Instandsetzung einiger Bereich der Kemenate. Bis heute wird sie für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Ein Heimatmuseum fand hier ebenfalls einen Platz.

Die Burg kann jederzeit besucht werden. Im Park finden im Sommer Vereins- und Kinderfeste, Chortreffen und Open-Air-Veranstaltungen statt.

 

 

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