Schloss Eichicht

Die ehemalige Burg Eichicht entstand vermutlich, als die Saale Grenzfluss zwischen Thüringen und Sorben war und die Straßen und Flussübergänge noch kontrolliert wurden. Als Wahrzeichen hat sie wesentlich die Entwicklung des Dorfes geprägt.

Es wird angenommen, daß die Herren von Eichicht ihren Sitz hier hatten. Die eigentlichen Bauherren sind nicht bekannt. Zum Schloss gehörten seit jeher die sogenannte Vorburg, die aus 2 Häusern bestand sowie einer Scheune, einem Teich und einem sehr kleinen Wohnhaus.

1331 wird ein sogenannter Fritze vom Meicke erwähnt. Des weiteren sind 1383 und 1424 Herren genannt, die mit Eichicht in Verbindung stehen. 1434 taucht ein Herr Bernhard von Kochberg zu Eichicht und Löhma auf.

1786 sind Besitzteile des Dorfes an die Herren von Holleben verkauft worden. Ca. 100 Jahre später wurden diese Anteile wieder in Beulwitzschen Besitz zurückgegeben, welche es bereits 1415 inne hatten.

1698 erfolgte der Umbau der Burg in ein Schloss. Aus historischer Sicht sollte ein interessanter Fakt hier genannt werden: Hofrat Friedrich Wilhelm Ludwig von Beulwitz, geboren 1755, wurde durch seine Eheschließung mit Karoline von Lengefeld Schillers Schwager. Er war von 1807 bis 1826 Kanzler des Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt.

1945 ist das Schloss in den Besitz des Volkes übergegangen und wurde bis 1948 als Altenheim genutzt. Von 1948 bis 1963 diente es als Kindererholungsheim. Ab 1963 nutzte es die Deutsch Bahn als Lehrlingswohnheim. Seit 1990 stand es leer und wurde im Jahr 2000 an Privat verkauft.

Nun ist das Schloss kaum noch wieder zu erkennen, denn innerhalb von kurzer Zeit wurde es renoviert und ist nun ein Schmuckstück von Eichicht.

Im Jahr 2015 wurde Schloss Eichicht von Max Buchholz erworben.

Schloss Kaulsdorf

Schloss Kaulsdorf war ursprünglich ein rechteckiges, kemenatenartiges Bauwerk, das vermutlich um 1200 erbaut wurde. Es fällt in die Bautätigkeit der Grafen von Orlamünde, welche ihre Herrschaft erweiterten.

Der Turm und weitere Schlossteile fallen in das späte Mittelalter. Die Bauherren waren wohl die von Entzenberg im 14. und 15. Jahrhundert.

1560 nahm die Familie von Thüna das Schloss in Ihren Besitz auf. 1677 wurden durch Sigmund Ludwig von Doneneck Erneuerungen durchgeführt. Er restaurierte das Gebäude und erneuerte den Fachwerkbau.

1814 verkaufte man das Schloss und es diente als Wohnung. Als Armenhaus nutzte es die Gemeinde im späten 19. bis ins 20. Jahrhundert. 1920 wurde es abermals verkauft. Die Anlage ging an den Jenaer Gynäkologe Dr. Walter Treupel. Ein Jahr später wurde ein achteckiger Fachwerkaufsatz auf den Turm aufgebracht. Seitdem ist dieser 25 Meter hoch. Während dieser Zeit ist das Schloss auch als Gaststätte genutzt worden. In den kommenden Jahren hatte das Schloss noch mehrere Besitzer und es befindet sich nach wie vor in Privatbesitz.

Teilen: