Schloss Wespenstein in Gräfenthal

Um 1250 wird Schloß Wespenstein als Zollhaus erbaut. Die Gründer sind die Grafen von Orlamünde.

1394 wird es an die Markgrafen von Meißen verkauft. Graf Otto XI. regiert von 1414 – 1424 auf dem Anwesen. 1426 kauft schließlich Kurfürst Friedrich der I. der Streitbare Schloss, Stadt und Herrschaft.

Doch der Wechsel der verschiedenen Herrscher geht weiter. Ein Herr von Eberstein wird von 1426 – 1438 vom Kurfürsten die Residenz anvertraut. 1438 erhält Reichsmarschall Konrad von Pappenheim das Schloss und Herrschaft vom Kurfürsten geschenkt.

Unter Anleitung von Sebastian von Pappenheimer wird 1517 mit dem Ausbau begonnen. Die Maßnahmen dauern 24 Jahre an. 1525 belagern mehr als 500 Bauern das Schloss. Weitere Baumaßnahmen folgen 1570. 1686 wütet ein Feuer und brennt das Schloss fast vollständig nieder. 1826 wird es neu aufgebaut und erhält 1829 sein heutiges Aussehen.

Prominente Gäste wie Martin Luther, der auch hier predigte, Kaiser Karl V., Herzog Alba und 1552 Herzog Johann Friedrich den Großmutigen von Sachsen beherbergte Schloss Wespenstein. 1553 hielt sich Herzog Heinrich von Braunschweig im Anwesen auf. Herzog Johann Philip von Sachsen-Altenburg lässt sich 1621 im Schloss nieder.

Im Museum gibt es eine Schmetterlingssammlung zu bestaunen und der Besucher findet auch eine Präsentation zur Ortsgeschichte.

Im Jahr 2003 hat das Schloss erneut den Besitzer gewechselt. Neben Untersuchungen zur Standfestigkeit der Mauer begann Dr. Wehr einsturzgefärdete Gewölbe zu sanieren. Schlossführungen gibt es Samstag und Sonntag jeweils um 11:00 und 15:00 Uhr.

Die Fronfeste wurde restauriert, so dass hier Gästezimmer mit modernen Sanitäranlagen entstanden, die an Urlauber vermietet werden.

Zwei der Säle werden als Gastronomie genutzt. Hier finden auch Ritteressen statt.

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