Rathaus

Im Rathausbereich befand sich die Münzstätte von Bad Blankenburg. Laut einer Bauforscherin soll es die Münzstätte des Grafen Heinrich I. von Schwarzburg von 1160 bis 1184 gewesen sein. Die Sandsteinmauern im Erdgeschoss sind zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert entstanden.

Mit dem Verlust des Stadtrechts 1525 verlor man auch das Münzrecht. Bei dem großen Stadtbrand 1744 wurde fast die gesamte Stadt sowie das Rathaus zerstört. Dieses brannte völlig ab, lediglich die Grundmauern bleiben verschont. 1744 - 1750 wurde das Rathaus komplett wieder aufgebaut.

1840 gründete Friedrich Fröbel im Rathaussaal den ersten deutschen Kindergarten.

1995 wurde mit der vollständigen Sanierung des Rathauses begonnen. Sie hielt bis 1998 an.

Eine Besonderheit stellt der Fußboden aus Glas dar. Bei den Sanierungsarbeiten wurde ein Brunnen und im Eingangsbereich des Treppenhauses gut erhaltenes Pflaster und Fundamente von noch älteren Gebäuden freigelegt.

Um einen Boden mit dem selben Niveau zu erhalten, wurden Teile des Fundes unter Glas gelegt, um sie weiterhin sichtbar zu erhalten. Bauhistorische Untersuchungen ergaben, daß die nach Westen liegende Mauer noch unterhalb der Pflasterung liegt und somit das älteste Bauteil des Rathauses ist.

Die Westmauer wurde im Foyerbereich im Erdgeschoss freigelegt, verfugt und unverputzt belassen. Ein Baufenster wurde unverputzt erhalten, um Techniken der verschiedenen Bauphasen zu dokumentieren.

Im Rathaus ist auch das Stadtmuseum untergebracht.

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