Friedrich-Fröbel-Museum

Friedrich Fröbel ließ sich Anfang 1837 in Blankenburg nieder. Hier suchte er seine Gedanken von einer frühzeitigen Kindererziehung, die einen radikalen Wandel auf diesem Gebiet darstellte, umzusetzen.

Dabei rückten das Spiel und das Spielzeug in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit. Er entwickelte eine Vielzahl von Spielmitteln, um die Phantasie der Kinder anzuregen. Gleichzeitig sollte die Geschicklichkeit, Konzentration und die soziale Beziehung geschult werden.

Am bekanntesten wurden die in aller Welt berühmten "Spielgaben" Kugel, Walze und Würfel und die durch die Teilung des Würfels entstandenen Bausteine. Die Stadtväter von Blankenburg bejahten Fröbels Bestrebungen. So wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Man übergab ihm das "Haus über dem Keller" mit der Esplanade als Spielplatz.

Den Begriff "Kindergarten" fand er im Frühjahr 1840. Er beschreibt am treffendsten sein Programm für die Erziehung in der frühen Kindheit.

1982 wurde im Haus über dem Keller das Friedrich-Fröbel-Museum eingerichtet. Es dokumentiert in eindrucksvoller Weise Fröbels Werdegang als Menschheitserzieher. In Museumsbesitz befindet sich ein großer Teil des handschriftlichen Nachlasses Fröbels und seiner Mitarbeiter. Die Dokumentation seiner Idee und Lehre über die Kindererziehung ist sehenswert.

Zum vielseitigen Angebot des Museums gehören altersspezifische Führungen, fachspezifische Vorträge, das Spiel mit Fröbelschen Gaben und Übungen im Falten, Flechten, Schneiden, Formen und Prickeln.

Öffnungszeiten
täglich (außer Montag und Sonntag)
10:00 – 12:00 und 13:00 – 17:00 Uhr

Friedrich-Fröbel-Museum
Johannisgasse 4
07422 Bad Blankenburg

Telefon 036741 2565

Stadtmuseum

Das Stadtmuseum entstand während der Sanierung des Rathauses. Es befindet sich im 2. Obergeschoß. Es präsentiert verdienstvolle Einwohner und Ehrenbürger der Stadt Bad Blankenburg.

Am 16. Dezember 1998 wurden die Ausstellungsräume eingeweiht.

Der Kunstschmied Professor Hilmar Lauterbach (1869 - 1942) stiftete seine Werke seiner Vaterstadt Bad Blankenburg, so daß diese nun im ersten Raum des Stadtmuseums gezeigt werden können. Sie beinhalten Treib- und Schmiedearbeiten, insbesondere Kerzenleuchter, Truhen und ähnliche kunstgewerbliche Gegenstände.

Im zweiten Raum befinden sich Ausstellungsstücke zu Leben und Werk Professor Dr. Otto Schmiedeknechts (1847 - 1936). Dieser Ehrenbürger Bad Blankenburgs war Lehrer und später als Kustos am Fürstlichen Naturalienkabinett zu Rudolstadt tätig. Er forschte hauptsächlich auf dem Gebiet der Hymenopteren (Hautflügler) und hier ganz speziell mit den Schlupfwespen, denen er sein schriftliches Lebenswerk widmete. Daneben unternahm er ausgedehnte Forschungsreisen nach Nordafrika, wovon auch ein Schaukasten mit Präparaten Schmiedeknechts zeugt.

Im Erdgeschoss des Rathauses ist ein Raum dem Ehrenbürger SR Dr. Helmut Steuer gewidmet. Über 2000 präparierten Falter des Entomologen, sowohl einheimische als auch südamerikanische Schmetterling können bestaunt werden. Auf vielen Schautafeln und in Vitrinen wird ein Einblick in die entomologische Forschungsarbeit gegeben.
Hier im Dr.-Helmut-Steuer-Kabinett befinden sich ebenfalls wervolle Geschenke der Familie Steuer. Es handelt sich unter anderem um eine Originalkarte von 1747 der Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt und ein Kräuterbuch von vor 1740, welches sich in einer Vitrine zum Thema Lavendelstadt befindet.

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