04.05.2017

von akz-o B° RB

Zeit für Kinder

Reden, kuscheln und spielen fördern die Entwicklung

Spielende Kinder

Wenn Kinder in einem „gewissen Alter“ sind, gehören Wutausbrüche zum Erwachsenwerden dazu, sie sind sogar ein Booster für die Persönlichkeit. Was können Eltern tun, um ihr Kind in dieser Phase zu unterstützen? Wie Freude oder Angst entsteht Wut im Emotionshirnareal des limbischen Systems. Über das Nerven-Netzwerk des Sympathikus versetzt es Körper und Kopf in einen Alarmzustand. Das Denken setzt aus, Herzschlag und Muskelspannung steigen. Wut hat aber auch eine konstruktive Funktion. Sie hilft Kindern, sich durchzusetzen und weiterzuentwickeln, hin zu Unabhängig- und Selbstständigkeit.

Vorbildfunktion der Eltern

Temperament und familiäre Verhältnisse bestimmen maßgeblich die Charakterbildung der Kinder. Beeinflussende Faktoren sind, ob sie z. B. behütet und liebevoll aufwachsen, Eltern sich regelmäßig Zeit fürs Reden, Kuscheln oder Spielen nehmen und wie das emotionale Vorbild ist. Trotzverhalten gepaart mit Hyperaktivität, Unruhe und Impulsivität sind aber auch ADHS-Symptome (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivität-Störung). Ob diese wirklich hinter den kindlichen Wut-Anfällen steckt, kann nur ein Arzt beurteilen.

So unterstützen Sie ihr Kind:

• Suchen Sie das Gespräch. Ermutigen Sie Ihr Kind zu sagen, warum es sich schlecht fühlt und helfen sie ihm, gemeinsam eine Lösung zu finden.

• Findet es einen Kompromiss, löst es selbständig einen Konflikt, loben Sie Ihr Kind. Das tut gut und bestätigt es.

• Helfen Sie bei der Reflektion der Probleme. Wann genau wird das Kind zornig, z. B. nach bestimmten Unterrichtsstunden, einer Freizeitaktivität oder im Zusammenhang mit Freund/in etc.? Reden Sie auch mit dem Umfeld.

• Bei Phasen sehr heftiger und immer wiederkehrender Wutausbrüche können homöopathische Arzneimittel helfen (z. B. Zappelin, rezeptfrei Apotheke). Sie regulieren auf sanfte und natürliche Weise den kindlichen Organismus und unterstützen die Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts.

• Achten Sie darauf, wie Sie selbst mit Ihrer Wut umgehen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass auch Sie dieses Gefühl kennen, und wie man es überwinden kann.

• Zögern Sie nicht, sich professionelle Hilfe zu suchen, etwa beim Schulpsychologen oder Arzt. Zusammen mit dem Fachmann können Sie ein Konzept entwickeln.

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