13.06.2017

von akz-o B° RB

Die größten Fehler im Umgang mit Haustieren

Ein eigenes Haustier ist für viele Kinder immer noch der größte Herzenswunsch, und die Vorteile, mit Tieren aufzuwachsen, sind durch zahlreiche Studien belegt

Katzen sollten niemals am Schwanz gezogen oder daran hochgenommen werden

Kinder üben so, Verantwortung zu übernehmen, und ihr Lernvermögen wird gesteigert. Auch als Seelentröster leisten sie oft große Dienste. Doch alle Tiere brauchen täglich Aufmerksamkeit, Pflege und Zuwendung.

Tierärztin Dr. Katja Lehmann, Lehrerin der Initiative „Liebe fürs Leben – Tierschutzunterricht für Schulkinder“, hat die häufigsten Fehler im Umgang mit Haustieren zusammengetragen:

Tiere sollten niemals lauter Musik oder Geräuschen ausgesetzt werden. Denn Tiere haben meist ein viel besseres Gehör als Menschen und reagieren deshalb viel empfindlicher auf Lautstärke.

Katzen und Hunde sowie Kleintiere aller Art sollten niemals am Schwanz gezogen oder daran hochgenommen werden. Denn das Ziehen kann für die Tiere schmerzhaft sein.

Über Tiere, die auf dem Boden liegen, sollte nicht gestiegen werden. Sie können sich erschrecken und sich schnell bewegen, sodass man versehentlich auf sie tritt. Hunde könnten sich außerdem bedroht fühlen und beißen.

Bevor man einen fremden Hund anfasst, muss man ihn immer an der Hand schnüffeln lassen. Hunde nehmen über den Geruch Kontakt zu anderen Lebewesen auf und können den Menschen so besser einschätzen und kennenlernen.

Hunde und Katzen dürfen auf keinen Fall mit Resten vom Mittagessen gefüttert werden. Das Essen ist oft gesalzen und gewürzt und die Nährstoffgehalte weichen deutlich vom Bedarf von Hunden und Katzen ab.

Nagetiere dürfen nicht in einem zu kleinen Käfig gehalten werden. Sie brauchen regelmäßigen Auslauf, weil ausreichende Bewegung und genügend Platz zum Leben wichtig für die Gesundheit der Tiere sind.

Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten oder Wellensittiche sollten nie alleine gehalten werden; sie sind soziale Tiere und fühlen sich nur in Gesellschaft anderer Artgenossen wohl.

Kleintiere und Nager dürfen nie unbeaufsichtigt in der Wohnung laufen gelassen werden, ohne dass vorher Gefahrenquellen, wie giftige Pflanzen, Elektrokabel und spitze Gegenstände, beseitigt wurden.

Genau diese Regeln bringt Tierärztin Lehmann auch ihren Schülern bei, denn das Ziel des Projekts „Liebe fürs Leben“ vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) und dem Tiernahrungshersteller PURINA ist es, Schulkinder für die Bedürfnisse und den richtigen Umgang mit Heimtieren zu sensibilisieren und sie zu verantwortungsvollen Tierbesitzern von morgen zu machen.

Weitere Informationen über den bundesweiten kostenlosen Tierschutzunterricht gibt es auf www.liebefuersleben.net.

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