Die Thüringer Porzellanstraße

Geschichte

Vor über 250 Jahren wurde das Thüringer Porzellan erfunden. Die erste Fabrik ließ sich in Sitzendorf nieder. 1757 vermischte der Theologie-Student und Priester Georg-Heinrich Macheleidt einheimische Tonerde miteinander: das Thüringer Porzellan war erfunden. Nahe Königsee entdeckte Macheleidt eine besondere Erde, mit derer sich feinstes Porzellan herstellen ließ. Zur Rezeptur fügte er Porzellanerde aus Gebersdorf, Feldspat, Quarz und Kaolinsand aus Steinheid hinzu.

Pößneck zählte über 130 Jahre zur Hochburg der Thüringer Porzellanindustrie. Auch Kahla (160 Jahre) und Reichenbach (170 Jahre) sind für die Kunst des „Weißen Goldes“ bekannt.

Neuigkeiten und Fakten

In Sitzendorf gibt es seit kurzem eine Neuheit: die 1. Thüringer Porzellanakademie. Die Porzellanmanufaktur bietet fortan Wochenendlehrgänge und Wochenlehrgänge für interessierte Besucher an. Hier können die Teilnehmer selbst Hand anlegen und Porzellan gestalten.

Heute gibt es alleine 25 Porzellanmanufakturen entlang der Thüringer Porzellanstraße in Süd- und Ostthüringen. Entlang der Straßen markiert ein rotes Schild mit weißer Schrift den Weg des Porzellans.

Die Thüringer Porzellanstraße ist weltweit bekannt. Dieser Bekanntheitsgrad ist dem Förderverein der Heidecksburg zu verdanken. Die Aktivitäten des Vereins haben dazu geführt, die touristische Straße nicht nur in Deutschland sondern auch im Ausland bekannt zu machen.

Auf diesem Wege kommt die Gründungsidee des Vereins spürbar zum Tragen, die Pfade des weißen Goldes in Verhangenheit und Gegenwart für einen möglichst großen Interessentenkreis anschaulich zu erschließen und touristisch zu vermarkten.

Bis heute ist man der alten Traditon treu geblieben, wie schon vor 200 Jahren, wird das Thüringer Zierporzellan in aufwendiger Handarbeit hergestellt und ist in der internationalen Porzellanbranche anerkannt.

Die Porzellanstraße führt durch mehr als 6 Landkreise, unter anderem auch der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Sie verbindet viele Ort der Porzellanherstellung 

Porzellanherstellung mit Werksverkauf, Vorführung und Führung durch den Betrieb 

  • Hermsdorf
  • Triptis
  • Kahla
  • Rudolstadt - Volkstedt
  • Könitz
  • Gräfenthal
  • Lichte
  • Sitzendorf
  • Unterweißbach
  • Königsee

Porzellanmalerei

  • Schwarzburg
  • Lauscha

ehemalige Produktionsorte von Porzellan 

  • Auma
  • Schleiz
  • Pößneck
  • Uhlstädt
  • Schaala
  • Schwarza
  • Saalfeld
  • Probstzella
  • Reichmannsdorf
  • Sonneberg
  • Neuhaus ...

Museen und Heimatstuben mit Dauerausstellung Thüringer Porzellanerzeugnissen 

  • Rudolstadt
  • Jena
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