Schlösschen Bellevue in Saalburg - Ebersdorf

Das Lustschlösschen Bellevue ist eigentlich ein fürstliches Grafenhaus. Es wurde 1783 von Heinrich XXXV. Reuss im neoklassizistischen Stil erbaut. 1782 ließ der Graf eine neue Straße erbauen, die von Lobenstein durch Schönbrunn nach Ebersdorf führt. Auf Grund dieser Straße verlor die alte Handelsstraße über den "Grünen Esel" ihre einstige Bedeutung. Man ließ die gesamte neue Straße auf beiden Seiten mit Linden bepflanzen. Die Alleebäume prägen bis heute das Ortsbild von Schönbrunn.

Auf der höchsten Erhebung ließ Graf Heinrich der XXXV ein Gebäude in Tempelform errichten. Wegen der schönen Aussicht nannte er es einfach „Bellevue“. Später wurde es durch Heinrich dem LIV. als Lusthäuschen verschönert.

Damals bot die "Bellevue" durch seine Fenster und Glastüren herrliche Ausblicke bis in die Höhen des Fichtelgebirges und auf die Berge des Frankenwaldes mit seinen höchsten Erhebungen, dem Schneeberg und dem Ochsenkopf.

Heute steht es als Verkehrsinsel mitten auf der Hauptverkehrsstraße zwischen Ebersdorf und Schönbrunn.

Das Schlösschen ist ein einfacher, aber doch sehr geschmackvoller Bau. Er besticht durch seine Maßverhältnisse von Mittel- und Nebenpartie. Unvergleichlich ist jedoch seine einzigartige Lage. Sie zielt darauf ab, malerische Durchblicke durch große rundbogige Glastüren in die einst das Schlösschen umgebende Gartenlandschaft zu gestatten.

Äußerlich saniert, steht das Schlösschen heute leider leer.

Teilen: